Interview mit Finsterforst @ Summer Breeze 2015

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In diesem Jahr war Sophia von Splitted.de auf dem Summer Breeze unterwegs und traf sich dort zum Interview mit FINSTERFORST. Trotz einer Evakuierung des Geländes und einer Verschiebung des Spielplans waren die Jungs pünktlich zum Gespräch da. Sie haben sich nicht die gute Laune nehmen lassen, obwohl es wie aus Eimern regnete. Daher konnte sie einige Fragen an die Band loswerden.

In diesem Jahr erschien euer neues Album „Mach dich frei“. Dazu gab es viele verschiedene Meinungen, da es im Kontrast zu euren bisherigen Werken steht. Wie würdet ihr diesen Gegensatz beschreiben und was macht das neue Album für euch aus?

Unsere musikalische Entwicklung ist natürlich immer weiterführend und eine Veränderung von „Rastlos“ zu „Mach dich frei“ war auch unsere Intention. Wir wollen uns wie jede Band weiterentwickeln und das neue Album zeigt einige unserer Stärken auf. So ist der Gesang viel flexibler und auch an Gitarre und Drums ist ein Fortschritt erkennbar. Zwar hat uns das mehr Nerven gekostet als bei den vorherigen Alben, auch wegen dem verstärkt eingesetzten Orchester, aber die Arbeit hat sich ausgezahlt. Natürlich sind wir auch bei den Lyrics aussagekräftiger geworden. Unsere Geschmäcker haben sich verändert und wir haben uns auch durch unseren neuen Sänger und Songwriter Oliver Berlin zu neuen Wegen entschlossen.

Eure Musik gehört zum Genre Black Forest Metal. Gibt es noch andere Bands die das machen und was macht Black Forest Metal eigentlich aus?

Nein, wir sind die einzige Band und haben dieses Genre passend zu uns etabliert. Dabei geht es uns vor allem darum sich vom Pagan abzugrenzen. Wir sind keine Pagan Band und wollen auch keine sein. Deswegen haben wir uns in unserer Entwicklung auch so von diesem typischen Pagan-Themen distanziert.

Habt ihr denn musikalische Vorbilder?

Also da gibt es eine Band die wohl jeden von uns gefällt und das sind die Kassierer. Aber ansonsten nicht wirklich.

Ihr wart mal mit TROLLFEST auf Tour und diese spielen auch dieses Jahr auf dem Summer Breeze. Ihr versteht euch ziemlich gut, oder?

Ja klar! Nach unserer „Ende der Zeit“ – Tour 2010, bei der wir mit drei Autos im Unwetter unterwegs waren, sind wir ziemlich gut befreundet. Daher waren wir letztes Jahr unter anderem mit Trollfest auf der „Trolls in the Forest“- Tour europaweit unterwegs. Auch unsere Freunde von Cryptic Forest waren dabei. Und auf dem Hörnerfest sind wir letzten Monat ebenfalls zusammen aufgetreten.

Ihr habt am 19.09 einen Auftritt auf dem Warhorns Festival in Großbritannien. Wie ist das so für euch als deutschsprachige Band in anderen Ländern? Kommt ihr dort besser an als in Deutschland?

Tatsächlich haben wir auch in Großbritannien eine große Fanbase. Da unsere Songs generell mehr auf das Instrumentale als auf den Gesang aufgelegt ist es für uns leichter sich auch im Ausland zu beweisen. Außerdem gefällt den meisten Zuhörern die Klangfarbe des Deutschen sehr.

Ihr wart Anfang des Jahres auf dem Paganfest mit WINTERSUN, TURISAS, KOORPIKLAANI, etc. unterwegs. Wie war das für euch?

Wir waren nur in den Wochenshows dabei und größtenteils getrennt von den anderen Bands. Die waren immer in Bussen unterwegs und wir durften in unseren Autos hinterherfahren. Dadurch hatten wir leider nicht viel mit den anderen Bands zutun aber gute Musik machen sie natürlich trotzdem. Generell sind wir begeistert von den ihnen.

Ihr spielt dieses Jahr auf dem Summer Breeze auf der Camel Stage. Hättet ihr euch schon größer eingeschätzt nach fünf erfolgreichen Alben?

Auf der T – Stage hätten wir sicher auch spielen können. Das Zelt hätten wir bestimmt voll bekommen, soweit können wir die Massen schon begeistern. Für die Main oder Pain Stage wären wir aber wohl noch zu klein. Trollfest haben zwar auf der Main Stage gespielt aber die sind auch größer als wir.

Wie kam es dazu, dass sich die Lyrics bei euch so stark verändert haben?

Olli: Ich habe hauptsächlich die Lyrics geschrieben. Das waren einfach Worte die ich aus mir raus lassen musste, weil ich grade keine einfache Zeit hatte. Und natürlich auch um sich von diesen Pagan Klischees abzugrenzen. Aber ansonsten war da keine tiefere Intention dahinter.

Vielen Dank für das kurze aber sehr unterhaltsame Interview!

Facebook: https://www.facebook.com/FinsterforstOfficial

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