Magic – The Gathering – Duel Decks „Zendikar vs Eldrazi“ (Wizards Of The Coast)

zendikarvseldraziWas habe ich mich im Vorfeld auf dieses Duell-Deck gefreut. Zendikar und Eldrazi sind so ziemlich meine beiden absoluten Lieblingsthemen bei MAGIC THE GATHERING, und entsprechend ist die Erwartungshaltung an die beiden Decks enorm hoch gewesen. Ich kann an dieser Stelle gleich beruhigen: die Erwartungen wurden vollends erfüllt. Hier gibt es für jeden etwas, was man sich garantiert perfekt ins eigene Deck basteln kann, nicht zuletzt dadurch, dass die Eldrazi farblose Kreaturen sind. Da ich mit Vorliebe ein grünes Devotion-Deck spiele, passen hier natürlich einige Karten perfekt ins Konzept.
Die beiden Decks spielen sich eigentlich vollkommen unterschiedlich, lassen sich aber ggf. auch irgendwie miteinander kombinieren. Zendikar ist ein grün-weißes Deck, das darauf aufbaut, viele Kreaturen zu erstellen und diese langsam wachsen zu lassen. Die besonderen Fähigkeiten, die hier genannt werden müssen, sind „Landfall“ (jedes Mal, wenn du ein Land spielst, erzeugt dies einen Effekt), „Awaken“ (Länder bekommen zusätzlich zu ihrer Land-Eigenschaft noch +1/+1-Marken und gelten als Elementarkreatur) sowie „Level up“ (für Manaeinsatz könnt ihr Kreaturen aufleveln und sie damit Stück für Stück verbessern). Da die Anzahl an coolen Karten einfach zu groß ist, um sie alle aufzuzählen, beschränken wir uns hier auf die Rares und Mystic Rares:

Mit Primal Command habt ihr eine unglaublich flexible Hexerei, Stirring Wildwood ist sowohl ein zweifarbiges Land als auch eine gute Reichweiten-Kreatur, der Scute Mob wird von Runde zu Runde größer, mittels Seer´s Sundial erhaltet ihr schnell einen Kartenvorteil, der Veteran Warleader ist eine günstige, aber ungemein starke Kreatur, sobald ihr mehrere Kreaturen im Spiel habt, der obendrein auch in seiner Sonderfertigkeit flexibel ist, und mit dem Avenger of Zendikar habt ihr mit einen Schlag (mindestens) zusätzliche sieben 0/1-Kreaturen, die durch Landfall gegebenenfalls schnell wachsen können.
Die Taktik hinter diesem Deck ist klar: schnell, viele Kreaturen ins Spiel bringen, jede Menge Länder spielen und den Gegner überrollen, bevor der richtig ins Spiel kommt.

Eldrazi ist ein schwarz-rotes Deck geworden, in dem die farblosen Eldrazi-Kreaturen mit ihren Annihilator-Fähigkeiten sicherlich der Kern des Decks sind. Hier gibt es jede Menge Zerstörungs-Karten, die den Gegner daran hindern sollen, früh ins Spiel zu kommen, und obendrein erzeugen viele der Karten Eldrazi-Spawns, mit deren Hilfe ihr die teuren großen Eldrazi schneller wirken könnt. Habt ihr diese erst einmal im Spiel, sieht es bald schon schlecht für den Gegner aus. Auch hier seien nur die Rares und Mystic Rares genannt:

Bei diesen Karten gibt es eine ziemlich gemeine Combo: It That Betrays ist nicht nur eine riesige 11/11-Kreatur mit Annihilator 2 (beim Angriff opfert der Gegner zwei bleibende Karten), sondern immer, wenn der Gegner eine nicht-Token-Karte opfert, kommt sie im Anschluss unter eurer Kontrolle ins Spiel. Hierzu gesellt sich perfekt der Butcher of Malakir, denn immer, wenn er oder eine eurer Kreaturen stirbt, dann opfert der Gegner eine Kreatur. Spielt ihr die beiden aus, ist das schon gemein, wenn dann noch die Hellion Eruption hinzukommt, bei der ihr alle eure eigenen Kreaturen opfert (und der Gegner entsprechend ebenso viele, die dann unter eurer Kontrolle ins Spiel kommen) und dafür 4/4-Kreaturen erhaltet. Gleiche Mechanik greift auch bei Consume the Meek, bei der alle Kreaturen mit konvertierten Manakosten von drei oder weniger zerstört werden. Magmaw lässt euch kleine Feuerstöße im Gegenzug zu geopferten Kreaturen ausstoßen. Damit habt ihr eine Möglichkeit, angeschlagenen Kreaturen den Rest zu geben. Mit Oblivion Sower könnt ihr ggf. noch relativ früh an Länder kommen, die eigentlich eurem Gegner zustehen, denn sobald er ins Spiel kommt (nebenbei gesagt: eine 5/8-Kreatur für sechs farblose Mana), werden die obersten vier Karten der gegnerischen Bibliothek ins Exil geschickt und ihr könnt sämtliche Länder darunter unter eurer Kontrolle ins Spiel bringen.
Die Taktik hier dürfte auch klar sein: den Gegner ausbremsen, bis man selbst gut in Schwung gekommen ist, und dann mit den ganz dicken Eldrazi-Brocken und der Annihilator-Fertigkeit dem Ganzen ein Ende machen.

Habe ich zu viel versprochen? ZENDIKAR VS. ELDRAZI ist ein hammerhartes Pack, das sich auch losgelöst von dieser spannenden Konfrontation (hier hängt wirklich viel von der Starthand ab) gut spielen lässt, egal, welches der beiden Decks man sich schnappt.
Zudem spendiert Wizards Of The Coast hier erstmalig zwei W20-Counter für die Lebenspunkte. Klasse! Einziger Kritikpunkt: die vorgefertigten Schachteln für diese Duel-Decks sind nicht nur zu klein, um auch mit Schutzhüllen genutzt zu werden (das ist man aber inzwischen gewohnt), sondern durch die vielen Token-Karten, die hier mit bei sind, sind die Packungen auch grenzwertig eng, um alle Karten unterzubringen. Hier hätte man ruhig noch etwas größere Päckchen herstellen können. Das ist aber angesichts der tollen Decks Jammern auf sehr hohem Niveau.

ZENDIKAR VS ELDRAZI ist sicherlich kein Duell Deck, das sich als Einstieg in MAGIC THE GATHERING eignet, aber wenn man erst einmal in den Grundlagen etwas sicherer ist, dann ist dies die perfekte Wahl, um schnell zu durchschlagskräftigen Decks zu kommen. Ich bin gespannt, wie sich die Eldrazi und der Avenger of Zendikar in meinem Devotion-Deck machen werden!

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