Bastard Grave – What Lies Beyond (Pulverised Records)

What Lies Beyond CoverEin Skelett ist auf dem schwarzweiß gehaltenen Cover zu sehen. Eingehüllt in schleimig wirkende Spinnenweben, ein sicheres Zeichen von Verwesung und Vergänglichkeit. Das ganze Cover ist mit erstaunlich wenig Liebe zum Detail und außerordentlich minimalistisch gestaltet. Auf das Äußere kommt es offensichtlich also nicht an – lest selbst, worauf Bastard Grave stattdessen Wert legen.

Viel Bass. Soviel ist von Beginn an klar. Hoch her geht es auf der Scheibe definitiv nicht und ich muss erst mal meinen Subwoofer ein wenig zur Raison bringen, damit ich von den Mitten und Höhen genügend mitbekomme. Gesagt, getan und schon kommt einem nur eins in den Sinn. Aus Schweden importierter Tod der alten Schule. Mich jedenfalls verwundert es nicht, dass der Fünfer aus dem schwedischen Helsingborg stammt.
Anders hätten es Konsorten a la Dismember, Entrails und Konsorten sicherlich auch nicht gemacht. Tief würziger Bass, getreu dem Motto, meine Nachbarn hören Metal, ob sie wollen oder nicht. 2014 kam Bastard Grave übrigens mit einer Dame am Bass mit dem Demo „Unmarked Grave“ um die Ecke und schon ein Jahr später gibt es die neue Scheibe „What Lies Beyond“. Da scheint jemand Blut geleckt zu haben.
Zur Scheibe selbst. So einen richtigen Höhepunkt konnte ich auf der Scheibe bislang nicht entdecken. Der Opener „From the Depths“ geht in guter alter Death-Manier über die Bühne, alle übrigen Songs reihen sich in die gleiche Schiene ein. „What Lies Beyond“ ist insgesamt aber eine überaus solide Scheibe, denn man muss es erst mal schaffen, zehn Songs so konsequent und ohne Ausbrecher zu produzieren. Das spricht in meinen Augen zwar dafür, dass Bastard Grave ihr Handwerk verstehen und wissen, was sie da tun. Für Freunde der Abwechslung ist die Scheibe dadurch allerdings wenig attraktiv.

Alles in Allem finde ich, dass sich die Scheibe nicht sonderlich von anderen Schweden Death Combos unterscheidet. Die Songstrukturen kommen einem irgendwie bekannt vor, die Melodien glaubt man auch schon mal irgendwo gehört zu haben. Aber hej! Was solls? Die Scheibe macht trotzdem einen ordentlichen Eindruck und wer auf die alte Schwedenschule steht, kann und sollte hier getrost zugreifen. Einziges Manko aus meiner Sicht: in der finalen Abmischung hätte es ein bisschen weniger Bass auch getan. Wenn der Tieftöner aber erst einmal gezähmt ist, macht sich in meiner Magengegend ein wohliges Schwedengefühl breit und die Scheibe entpuppt sich als solides Werk, das Lust auf mehr macht.

Scheibeninfos:
Band: Bastard Grave
Titel: What lies beyond
Label: Pulverised Records
Releasedate: 30.10.2015</b>

Trackliste:
1. From the Depths (6:22)
2. Doomed to stay (3:47)
3. Awaiting Rebirth (3:35)
4. Stalker (2:40)
5. Path to Extinction (5:14)
6. Bastard Grave (3:51)
7. Reborn in Filth (3:37)
8. River of Death (4:54)
9. Misery (2:41)
10. Profana Vesperam (5:46)
Gesamtspielzeit: 42:27

Facebook: www.facebook.com/BastardGrave
Bandcamp: http://bastardgrave.bandcamp.com/releases

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