Sirenia – The Seventh Life Path

SireniaSIRENIA dürfte den meisten als Symphonic Gothic Death Metal Band mit Frontfrau sehr bekannt sein, denn die Band hat sich bisher einen Namen erarbeitet der nicht zu verachten ist. The Seventh Life Path ist ihr siebtes Album aber irgendwie scheint sich SIRENIA nicht mehr weiter zu entwickeln. Die theatralisch-düstere Stimmung zieht sich durch jeden Song, aber so fehlt es an Abwechslung. Jeder Titel bietet zu viel Keyboard und Orchester. Dadurch scheint der Gesang von Sängerin Ailyn fast als störendes Element.

Beispielsweise „Earendel“ zeigt die Überladenheit der einzelnen Tracks. Man möchte zu viel und der Gesang stößt an seine Grenzen, wirkt emotionslos (zumindest der weibliche Teil). Im Gegensatz dazu stehen die energischen Growls und der gefühlvolle Cleargesang („Elixir“) von Gitarrist Morten Veland, welcher diesmal wieder öfter zu hören ist. Dieser ist nicht nur der Leader von SIRENIA, sondern hat auch ein eigenes Soloprojekt namens MORTEMIA.
„Seti“ stellt ein nicht zu aufdringliches, sich steigerndes Intro dar. „Serpent“ beginnt darauf mit einer verzerrten Kinderstimme und harte Gitarren setzen ein. Härte steckt hier in jedem Titel. Ein gutes Beispiel dafür ist „Concealed Disdain“oder „The Silver Eye“. Aber der Gesang von Ailyn ist einfach nicht klar genug, hat zu viel Echo und wirkt somit viel zu überarbeitet. „Once my Light“ ist die erste Single und stellt sehr gut die Gesamtstimmung des Albums dar. Fast jeder Titel geht über fünf Minuten hinaus und grade dies scheint die Songs doch teilweise etwas zu ziehen. Instrumental gesehen findet man viele eingängige Melodien vor und auch die durchgängig starken Riffs lassen das Gesamtwerk keinesfalls schwach erscheinen. SIRENIA wollten sich nicht an ihren letzten Alben orientieren und sich stattdessen auf ihre Wurzeln zurück besinnen. So ist The Seventh Life Path zwar nicht das beste Album der Band (das vorherige Perils of the Deep Blue war doch um einiges besser), aber es zeigt sehr gut, was SIRENIA zu bieten hat.

Zu loben ist das Songwriting von Veland und „Tragedienne“ bietet einen wunderschönen, melodramatischen Abschluss für das Album. Eine Ballade ist nur in Form des Bonus Tracks „Tragica“ vorzufinden, dessen Grundstimmung durch den Titel gut ausgedrückt wird. Leider tun die zu hohen Töne von Ailyn doch etwas im Ohr weh und scheinen mehr erzwungen als gekonnt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Norweger weiterentwickeln.

Scheibeninfo
Band: Sirenia
Album: The Seventh Life Path
Label: Napalm Records
VÖ: bereits erschienen

Tracklist
01. Seti
02. Serpent
03. Once My Light
04. Elixir
05. Sons Of The North
06. Earendel
07. Concealed Disdain
08. Insania
09. Contemptuous Quitus
10. The Silver Eye
11. Tragedienne

https://www.facebook.com/sirenia

Schreibe einen Kommentar