Traitor – Venomizer (Violent Creek / Soulfood)

Cover_VenomoizerGuter Thrash Metal kommt aus Deutschland – das beweisen nicht nur große Bands, wie KREATOR oder SODOM, sondern auch TRAITOR. Beginnend mit einigen Berichten über Atomkraft und instrumentaler Begleitung, leitet das Album perfekt auf den ersten Track „Reactor IV“ ein.

Dabei geht es schon in den folgenden Lyrics um Atomkrieg und Apokalypse. Aber TRAITOR bieten dabei eine Abwechslung, welche auch Nicht-Thrash-Metal-Fans begeistert. Hier und da ein Basssolo, Rhytmuswechsel und trotzdem ohrwurmfähige Refrains. Dort unterstützen Bassist und Gitarristen die Main Vocals am Schlagzeug. Eingägige Riffs werden von dreschenden Drums unterstützt und man spürt den Hass und die Entschlossenheit der einzelnen Songs. Das Thema des Albums wird mit jedem Titel weiter ausgebaut. Manche davon werden seicht eingeleitet, bei anderen geht es gleich zur Sache.Beispielsweise „Lords of Lust“ bietet ein längeres Intro, welches sich merkbar steigert. Der Titelsong „Venomizer“ ist das beste Beispiel, um die Vielfalt von TRAITOR zu zeigen. Auffällig ist, dass Gitarren und Bass gut gemixt sind und der Gesang diese nicht in den Schatten stellt. Auch live ist der Zusammenhalt der Band mehr als erkennbar und sie bringen Power auf die Bühne. „Teutonic Storm“ ist dafür ein guter Beweis, indem man die volle Ladung Thrash bekommt und auch die Progressivität der jeweiligen Parts bemerkt. Für diesen haben die Balinger sogar Burkhart Schmitt von HATE SQUAD als Gastsänger dabei. Auffällig ist noch der letzte Song „Hexenmeister“, welcher eine deutsche Version des Titelsongs ist. Insgesamt hat das Album 12 Titel und zeigt dabei keine Schwächen auf. Mein persönlicher Favorit ist „Chemical Violator“, in dem der Bass einige gute Akzente setzt. Die Schwaben beweisen mit ihrer zweiten Scheibe, dass sie noch stärkere und brutalere Tracks abliefern können. Auf dem Cover (gezeichnet von Andrei Bozikov, welcher bereits für TOXIC HOLOCAUST und SKELETONWITCH arbeitete) ist eine Collage erkennbar, die jedes Thema des Albums beinhaltet.

Aufgenommen wurde es im Studio von Vagelis Maranis (auch Produzent bei SUICIDAL ANGELS), welcher sie bereits bei ihrem ersten Album „Thrash Command“ unterstützte. TRAITOR ist auf jeden Fall eine Band von der man noch öfter etwas hören wird und die ihren Vorbildern in nichts nachsteht.

Scheibeninfo
Band: Traitor
Album: Venomizer
Label: Violent Creek / Soulfood
VÖ: 13.11.15

Tracklist
1. Chernobyl (Intro)
2. Reactor IV
3. Torturize
4. Toxic Death
5. Lords of Lust
6. Venomizer
7. Teutonic Storm
8. War, Death & Terror
9. Chemical Violator
10. Hell Hammer
11. Executioner
12. Hexenmeister

https://www.facebook.com/TRAITOR-212009865478467

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