Varg – Das Ende Aller Lügen (Napalm Records)

vargalbumVarg..ich glaube kaum eine Band polarisiert im Metal so sehr, wie die der fünf Wölfe aus Bayern. Hier entstehen regelmäßig Differenzen sowohl bezüglich ihres Musikalischen Wandels als auch angeblichen Rechten Einflüsse in ihren Texten. Da ich mich diesbezüglich nicht tiefergehend beschäftigen möchte, werde ich mich im folgendes komplett neutral auf das Musikalische und Thematische des neuen Albums „Das Ende aller Lügen“ fokussieren.

Ich gehörte zu der Gruppe, die das letzte Album „Guten Tag“ als durchaus hörbar betrachtet haben. Seitdem habe ich sie aber nicht mehr wirklich verfolgt, und umso mehr war ich überrascht als ich von dem neuen Album „Das Ende aller Lügen“ erfahren habe. Als ich jetzt schließlich reinhören konnte, wa ich durchaus positiv überrascht. Stilistisch sind die meisten Lieder wieder im Pagan angesiedelt. Und Thematisch bewegen sie sich zwischen ebenfalls zwischen Pagan und Gesellschaftskritischen Themen. Das Intro des Albums ist ein Ausschnitt der Rede von Charles Chaplin aus dem Film „Der Große Diktator“ und leitet dann direkt über in den Titelsong des Albums. In der ersten Auskopplung „Dunkelheit“ wirkt der Gesang schon fast wie eine Ansprache oder wie eine Art Sprechgesang. Im Vergleich zum letzten Album sind die Gitarren wieder etwas mehr im Vordergrund und spielen eingängige Melodien und Riffs. Besondere Überraschungen bieten sie jedoch leider nicht. Im gesamten wirkt das Album besser abgemischt, was schon einmal ein Kritikpunkt früherer Alben war. Des Weiteren wirkt es ein wenig langsamer und teilweise etwas brachialer als beispielsweise das vorherige Werk. Was das Album aus meiner Sicht ein wenig missen lässt, sind besonders herausstechende Tracks. Alle Tracks im gesamten sind gut aber keins lässt mich besonders aufhorchen. Lediglich der Track „Totentanz“ erregt bei mir ein wenig mehr Aufmerksamkeit, da sich dort Freki und eine weibliche Stimme den Gesang teilen, und dort eine sehr schöne Atmosphäre zustande kommt.

Alles in allem eine grundsolide Scheibe und ich vermute das auch dieses Album, die Metal-Gemeinde wieder gehörig aufspalten wird. Aber ich denke es wird dennoch positiver ausfallen, als im Vergleich zum Release von „Guten Tag“. Gebt den Wölfen mit „Das Ende aller Lügen“ definitiv eine Chance und hört mal rein.

Scheibeninfo
Band: Varg
Album: Das Ende Aller Lügen
Label: Nuclear Blast
VÖ: 15. Januar 2016

Tracklist
1. Der große Diktator
2. Das Ende aller Lügen
3. Revolution
4. Streyfzug
5. Achtung
6. Dunkelheit
7. Totentanz
8. Einherjer
9. Wintersturm
10. Ascheregen

https://www.facebook.com/VargOfficial/
https://www.facebook.com/nuclearblast.de

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