Slaughterday – Laws of the Occult (FDA Rekotz)

SLAUGHTERDAY_Laws-Of-The-OccultDas Jahr 2010 markiert den Beginn des Projekts Slaughterday und mittlerweile hat die Zwei-Mann-Truppe aus norddeutschen Gefilden ihr zweites Album Laws of the Occult in den Startlöchern. Mir war die Kombo bis zum hier besprochenen Album völlig unbekannt und einmal mehr freue ich mich, dass ein solch mächtiger Death Metal nicht ungehört an mir vorüber zieht.
Ein starkes, an ältere Tage des Metals erinnernde Scheibe und ich bin mir sicher, dass man von Slaughterday nun mehr hören wird. Ich habe mir Laws of the Occult für Euch mal zu Gemüte geführt und berichte, was das Teil so kann.

Nicht nur, dass Slaughterday seit nunmehr sechs Jahren Ihr Unwesen treiben. Nein. Die Norddeutschen sind auch überaus treue Seelen und haben bislang alle ihrer Veröffentlichungen über FDA Rekotz veröffentlicht. Damit scheint die Heimat wohl gefunden und auch Laws of the Occult macht keine Ausnahme. In guter alter FDA Rekotz Manier schiebt sich nämlich eine gehörige Death Metal Walze durch den Raum.

Der alten Schule verpflichtet

Für mich ist der erste Gedanke, der mir durch den Kopf geht. Benediction. Altes Benediction Zeuch. Ein bisschen räudiger vielleicht, hier und da die Klampfen ein wenig mehr im Vordergrund. Doch der Gesamttenor bleibt. Gutturales Grunzen, dass man glänzendSLAUGHTERDAY_Bandpic verstehen kann, dabei aber nichts an Brutalität einbüßend. Ich finds geil und es macht Spaß, mich durch die gute dreiviertel Stunde zu hören. Zunächst denke ich, „Einfach gemacht“ und so setzen Slaughterday die bekannten Stilmittel ein, die man aus dem Old School Death Metal eben kennt. Dennoch finde ich an der einen oder anderen Stelle moderner anmutende Gitarrenläufe und Schlagzeugarbeit, die der Scheibe richtig gut tun. Nach wie vor scheinen sich Slaughterday der alten Schule verpflichtet zu haben. Sind gleichzeitig aber auch dem moderneren Stilelementen nicht gänzlich abgeneigt. Eine gute Sache, denn so wirkt Laws of the Occult noch ein wenig härter gepfeffert.

Therorie und Praxis

Knaller, wie Song Nummer vier Beyond Body, Beyond Life oder Nummer neun Forbidden Wisdom sind aus meiner Sicht die markantesten Songs der Scheibe. Da gehe ich mit, mein Fuß wippt und ich fühle mich in die frühen 1990er zurückversetzt. Massacre, Autopsy und die bereits erwähnten Benediction lassen definitiv grüßen und zeigen erneut: Schnörkellos, und mit Liebe handgemachter Metal hat an Anziehungskraft nichts verloren. Ein Glück! Und so liefern Slaughterday mit ihrem frischen Album einen weiteren unumstößlichen Beweis für diese Theorie. Für Freunde der alten Schule und stinkender Kutten, für Metalheads mit mittlerweile lichter werdendem Haupthaar und nicht mehr ganz so geheimen Geheimratsecken sollten hier definitiv mal ein Ohr riskieren.

Scheibeninfos:
Band: Slaughterday
Titel: Laws of the Occult
Label: FDA Rekotz
Releasedate: 29. April 2016

Trackliste:
1. Unseal the Gate (1:08)
2. Ritual of Sacrifice (4:16)
3. Sepulchral Ways (5:04)
4. Beyond Body, Beyond Life (4:19)
5. Torn by the Beast (5:14)
6. Church of Dread (4:36)
7. Eyes That Never Shut (4:28)
8. Feeding the Ghouls (4:38)
9. Forbidden Wisdom (4:41)
10. Plunging to Megadeath (4:47)
Gesamtspielzeit: 43:11

Facebook: www.facebook.com/slaughterdayofficial
Bandcamp: slaughterday666.bandcamp.com

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