Caine: 01: Das Amulett von Kyan´Kor

Dunkelelfen? Warum nicht… Die Idee, die hinter der Serie CAINE steckt, klingt zwar eher nach Science Fiction als nach Fantasy, aber warum sollen die Dunkelelfen denn nicht auch aus dem Weltall stammen? Genau das ist es doch, was die Phantasie ausmacht: alles ist denkbar und möglich. Aber ich überspringe schon wieder ein paar Schritte…

Steven Caine ist Auftragskiller. Bei seinem letzten Auftrag geht es darum, einen Senator zu beseitigen. Was Caine nicht weiß ist, dass hinter diesem Auftrag ein Plan steht, der seine Ergreifung vorsieht. Und so tappt er dann auch in die Falle, die ihn kurze Zeit später in die Todeszelle bringt, wo er auf seine Hinrichtung durch die Giftspritze wartet. Aber selbst im Angesicht des Todes verbreitet er noch Angst und Schrecken, denn die Wärter haben selten jemanden erlebt, der in einer solch ausweglosen Situation so abgebrüht und gefühlskalt bleibt.

Ein abgekartetes Spiels sorgt dafür, dass Caine keine tödliche Spritze erhält, sondern etwas, das für die Beobachter so wirkt, als würde er sterben. Sein „Leichnam“ wird auf dem Weg zum Krematorium vertauscht, und der wahre Caine wird dem Volk der Dunkelelfen übergeben, die im Hintergrund (bzw. besser gesagt im Untergrund) alle Fäden in der Hand halten. Denn Caine soll der Wirtskörper für die Seele eines der schlimmsten Schlächter unter den Dunkelelfen werden, Kartaan, um dem Volk der Kyan´Kor bei ihrem bestreben, die Erde zu erobern, als Söldner zur Seite zu stehen… Doch vorher muss Caines Wille gebrochen werden!

Lausch legen mit CAINE – DAS AMULETT VON KYAN´KOR eine eindrucksvolle Serieneröffnung hin. Alleine schon die vielen Stimmungswechsel, die Caine durch die unterschiedlichen Szenarien durchlebt (Auftragskiller / Nahtoderfahrung / Durchleben der innersten Ängste / Blutrausch), sind so eindrucksvoll umschrieben, dass man schon nach der ersten Folge meint, den Protagonisten so gut zu kennen wie kaum eine zweiten. Dass mit Torsten Michaelis eine gut gewählte Charakterstimme (u.a. Synchronstimme von Wesley Snipes) zum Einsatz kommt, unterstreicht dies nur. Ebenfalls Lutz Riedel als Kartaan kann eigentlich nicht besser besetzt sein. Für mich wohl auf ewig mit der Hörspielserie „Jan Tenner“ verbunden, war ich überrascht, wie bösartig der Mann wirken kann. Eine ganz neue Erfahrung…

Die Storyline macht definitv gespannt auf die kommenden Folgen, denn inhaltlich wird in „DAS AMULETT VON KYAN´KOR“ noch nicht allzu viel verraten, wie der weitere Ablauf der Serie sein könnte, die Umsetzung überzeugt dafür aber auf ganzer Linie und die grundsätzliche Idee klingt interessant.

Interview: Spitting Off Tall Buildings

SPINNTING OFF TALL BUILINGS kommen aus Berlin und sind nicht eine der wenigen deutschen Frauenstimmenbands, sondern eine besondere. Nicht etwa nur, weil Sängerin Jana Palaske Schauspielerin ist, sondern eher, weil Gitarrist Paule mit jodelt. Nacheinander und miteinander bringen sie viel Catchyness und Punkrock zusammen. „Interview: Spitting Off Tall Buildings“ weiterlesen

Interview: Schein 23

Schein 23…eine deutschsprachige Band die grad dabei ist Deutschland im Flug zu erobern. Sie spielen große Konzerte zusammen mit bekannten Bands wie den Helden oder den Donots. Letztes Jahr waren sie im Treff in Alfeld zusammen mit AngelikaExpress. Dort präsentierten sie noch die Platte „Lauf!“. „Interview: Schein 23“ weiterlesen

Interview: Generation Fuck

Was soll man, vorallem auf dieser Homepage, noch groß zu GENERATION FUCK sagen. Eine Band aus Alfeld/Uslar die es geschafft hat sich aus ihrem Kaff zu „befreien“ und in den vergangenen Jahren um die 300 Konzerte zu spielen. Neben der großartigen Liveshow ließt sich der Rest der Bandgeschichte doch auch ziemlich gut…

Gerade bereiten sie sich auf ihr neues Album vor und presentieren schon einige Stücke live. Ob Sommer-Pop mit „Too Seriously“ oder Circlepitt mit „Helmet“ eines haben diese Songs gemeinsam, sie lassen auf einen weiteren großen Schritt für GENERATION FUCK hoffen… Dieses nahm ich mir zum Anlass mir Sascha (Sänger/Gitarrist) zu schnappen und ihm ein paar Fragen zu stellen. Und los…
Diesen Sommer habt ihr manchmal sogar 3 Festivals an einem Wochenende gespielt, welche markieren da die Höhepunkte und welche waren enttäuschend?
Mit dieser Aussage ist das wichtigste schon zum Ausdruck gebracht. In aller erster Linie war es erst mal mehr als geil überhaupt so viele Festivals spielen zu können. Das die nicht alle gleich laufen ist klar. Enttäuscht werden kann man ja nur, wenn man Erwartungshaltungen aufbaut, die dann nicht erfüllt werden. Da wir auf den Festivals auch in Gegenden gespielt haben, in denen vorher noch nie waren, haben wir uns natürlich über jeden gefreut, der sich unser Konzert angeschaut hat, um so mehr natürlich, über jeden der dadurch auf die Band aufmerksam geworden ist, und sogar eine CD oder ein Shirt oder so mitgenommen hat. Erstaunlicherweise gab es überall (mal mehr mal auch „nur“ 2 oder 3) Leute, die Songs von der Snapshots mitgesungen haben, das ist schon ein sehr geiles Gefühl.

Die Beatsteaks, ihr habt mit ihnen gespielt, sind sie so sympathisch wie ihr Ruf es sagt?

Das ist einfach zu beantworten. Ja! Eine der coolsten Bands mit denen wir je gespielt haben. Null arrogant, super unkompliziert, und sehr, sehr, nett.

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war sicher die Deutschlandtour mit FONZIE, wie war es für euch?

Die Tour war ein Erfolg in jedem Falle, und eine mords Gaudi. Es gab zwei nicht so gut besuchte Konzerte, aber vor allem Bruchsal, natürlich Alfeld und Menningen waren mehr als geil aber auch in Österreich, in Berlin und in Öhringen hatten wir coole Shows und riesen Party mit sau netten Veranstaltern die sich rührend um uns gekümmert haben.

Die neue CD… Auf den Konzerten spielt ihr ja schon einige Songs, aber wie soll es weiter gehen? Man hörte es werde noch poppiger?

Es ist wohl noch ein bisschen früh darüber ausführlich zu sprechen, denn es gibt erst ein paar neue Songs, und erst in den nächsten Wochen und Monaten werden wir uns ausführlich dem schreiben neuer Songs widmen. Ob es poppig wird, oder poppiger wird sich also erst noch zeigen, aber wer uns kennt, wird ahnen, dass es neben melodiösen leiseren Tönen, auch wieder was auf die Mütze gibt 😉
Wir freuen uns auch sehr, die nächste Platte wieder mit Moses Schneider aufzunehmen. Er ist diesmal auch schon in die Entstehung der Songs involviert, wir haben uns zwischen Weihnachten und Neujahr, ein paar Tage gemeinsam im Proberaum eingeschlossen, um an Songs zu arbeiten, aber mehr wird noch nicht verraten…

Wann wird diese CD dann herauskommen? Nicht erst nach so viel verronnener Zeit, wie bei Snapshots vermute ich.

Nun ja, das hoffen wir sehr! Nein in Ernst, die nächste Veröffentlichung wird definitiv nicht so lange auf sich warten lassen… aber auch hier wäre es verfrüht, einen genauen Termin zu benennen, aber sicher erstes Halbjahr 05.

Was erwartet ihr von der näheren Zukunft, euren Touren und dem Album?

Wir tun uns ein bisschen schwer, Erwartungen, oder Pläne zu genau zu formulieren. Wichtig ist, das kein Stillstand entsteht. Wir haben ein sehr gutes Jahr 2004 gehabt.
Wenn sich die Dinge stetig weiterentwickeln, dann ist alles gut.

Frage zum Songwriting, wie entstehen die Songs denn? Schreibt einer allein und wird dann dran gefeilt oder alle zusammen?

Bisher war das sehr unterschiedlich. Es gab Songs die spontan im Proberaum entstanden sind, und es gab Songs die schon (fast) fertig waren, wenn sie jemand vorgestellt hat. Die neuen Songs entstehen quasi von Null, wir schreiben sie zusammen, das ist zeitaufwendig, aber sehr geil!

Euch ist sicher bewusst, dass man eure Mucke nicht wirklich in eine Schublade packen kann. Die einen sagen einfach Punk, die anderen Emo, ihr selbst sagt Sunny*Ass*Punkrock. Aber war es Absicht diese vielen Stile zu vereinen oder kam es einfach über euch?

Wir haben da ehrlich gesagt nichts beabsichtigt, oder so. Ich finde es auch nach wie vor nur natürlich sich nicht nur auf das eine oder das andere zu beschränken. Jeder einzelne bringt ja schon so viele Facetten in das Songwriting ein, und wir wollen auch nichts ausschließen, nur weil es was neues ist, oder wir es noch nie verwendet haben. Scheuklappen fetzen nicht!

Man sieht des öfteren eure Eltern auf Konzerten… Sind sie zufrieden mit dem was ihr macht?

Unser Vater (Rotschers/ und Saschas) ist ja auch Musiker, und schon immer unser härtester Kritiker gewesen. Aber klar sind die beiden stolz auf uns (auch wenn unsere Mutter es nicht so geil findet, wenn wir stagediven oder irgendwo runterspringen, und sich immer Sorgen macht). Und wir sind auf jeden Fall auch super stolz auf die beiden, und freuen uns wenn sie auf Konzerte kommen, und mit uns feiern…

„What’s become of or Dream?“ Was ist den euer Traum, und wie wollt ihr die Welt verändern (“…to change the world)?

…der Song ist ja schon ein paar Tage alt, ich glaube wir haben ihn 1999 geschrieben…und 99 war ein echt wild. Anfang des Jahres kam Hilty in die Band und wir fingen konsequenterweise bei Null an. Ließen vieles auf uns zu kommen, gingen mehr als ausgiebig feiern, und schrieben halt neue Songs. Unter anderem beschäftigte ich mich damals, mit Zukunftsplänen mit meinen, und mit denen anderer.
Leute mit denen man mal viel Zeit verbracht hatte, die man zu kennen glaubte mit denen man über die Zukunft schwelgte und träumte, was man später besser und anders machen wollte. Zu der Zeit formulierte ich nur eine Angst, Dinge die man so hört, wie es läuft nach dem Abi, oder der Lehre… man verstreut in alle Himmelsrichtungen … aus den Augen aus dem Sinn…
Jetzt ist das Lied fast noch aktueller, denn es hat sich bewahrheitet, was man ahnte. Leute verlieren ihre Ziele aus den Augen, ändern aus Bequemlichkeit ihre Meinung oder tun karriereförderliche Dinge auf Kosten ihrer eigenen Authentizität.
Auf der anderen Seite ist es natürlich auch eine Frage an mich selbst. Weiß ich was ich will, steh ich zu dem was ich bin?
…die Welt verändern ist halt so ne Sache, ein recht plakativer Ausspruch… es geht mir dabei eher um das persönliche Umfeld des einzelnen, „die eigene kleine Welt“ als um den ganzen Globus. Denn das ist es was diese Welt letztendlich verändern könnte, wenn jeder einzelne auch nur ein bisschen ehrlicher zu sich und seinem Umfeld wäre, glücklicher mit sich selbst, und damit auch fähiger andere so zu nehmen wie sie halt nun mal sind…

Vielen Dank für das Interview und viel Glück weiterhin!

Interview: Andthewinneris

ANDTHEWINNERIS, eine junge, schon sehr erfolgreiche Emo-Punkrockband aus Hannover die vorallem durch ihre schweißtreibenden Liveshows zu überzeugen weiß. Und dass sie damit so einige überzeugen zeigen nicht zuletzt die positiven Reaktionen auf die 5 in der Fachpresse; so berichtete beispielsweise der Unclesally*s: „Gewinner-Emo-Punk, der in unseren Landen derzeit wohl mit Längen Vorsprung ins Ziel prescht.“ Und das will was heißen!

Nach zwei erfolgreichen EPs, Veröffentlichungen in den USA, Japan und Europa, Supportshows für die Donots, Lagwagon, Mighty Mighty Bostones u.v.m. stehen die 5 sympatischen Jungs in diesem Jahr davor ihr Debutalbum „The Punch and Judy Show“ zu veröffentlichen. Dieses nahmen wir uns zum Anlass, diese Band mal zu interviewen, aber lest selbst…

Anfang des Jahres kam in Japan, den USA und Italien das Album „Pilots over Paris“ raus, der Titel soll ja Hintergrund haben, welchen denn?

Der Titel ist als Symbol für den Aufbruch zu neuen Ufern zusehen, in Assoziation mit Charles Lindberg, welcher ja als erster Mensch den Atlantik in einem Flugzeug überquerte und in Paris landete. Das Album was jetzt auf Rockhit Records erscheint ist ein komplett eigenständiges Werk. 12 neue Songs, welche nichts mit „Pilots over Paris“ zu tun haben.
Die neue CD wird „The Punch and Judy Show“ heißen und ab November im Handel sein.

…da liegt keine Frage näher als was es mit disem Tite auf sich hat…

Zum einen zurückblickend auf viele lustig/bescheuerte Situationen, welche wir zusammen bisher zusammen erlebt haben…das ATWI Kasperle-Theater halt! Zum anderen wollten wir Augenzwinkernd auf die Schwierigkeiten hinweisen, welche man als Nichtmuttersprachler mit Englischen Redewendungen zeitweise hat…soll ja vorkommen…

Wie kam denn der Kontakt zu Wynona Records, eurem Label in Japan, zustande?

Der Kontakt kam über unseren ehemaligen Mitstreiter Mirko Gläser / 11pm, welcher damals mit Joe von Wynona Records in Kontakt getreten ist und sich daraus dieses Release entwickelt hatte.

Jetzt habt ihr ja bei „Rockhit Records“ in Berlin unterschrieben, was hat euch von ihnen überzeugt?

Was uns bei der Suche nach einem Label wichtig war, ist das es Leute sind die dahinter stehen, welche auch im direkter Verbindung zur Musik (speziell Emo/Punk) stehen. Dabei sind wir auf das Label Rockhit Records gestoßen, welches von Markus Mielke und Oliver Reichert neu gegründet wurde. Oliver ist der Sänger der BRAINLESS WANKERS und Markus der Manager selbiger. Ihre Herangehensweise hat uns überzeugt und wir sind sehr erwartungsvoll in Hinsicht auf das anstehende Release.

Ihr seit ja als grandiose Liveband bekannt, wo (mit wem?) habt ihr denn diesmal das Abenteuer gewagt, dieses Euphorie auf CD festzuhalten, aufzunehmen?

Da wir die meisten unserer Urlaubstage für Touren und Konzerte verheizen….ja wir haben auch ein ganz normales Leben….war es uns nicht möglich extra in eine andere Stadt zu gehen, um die Aufnahmen für „The Punch and Judy Show“ zu machen.
Wir haben uns deshalb vertrauensvoll an Willi Dammeier und das Institut für Wohlklangforschung gewandt, wo wir im Januar an 10 Tagen unser Album aufgenommen haben. Es war eine gute Entscheidung, da wir mit dem Sound der Platte alle mehr als zufrieden sind und durch das hometown feeling eine gewisse Gelassenheit zu den Aufnahmen mitbrachten.

Was für ein Gefühl war es auf der „MTV-Campus-Invasion“ mit internationalen Größen wie Briand Adams, Hoobastank oder den Sportis die Bühne zu teilen?

Du, für uns war das ein gutes Gefühl, aber frag doch mal die anderen Bands oder MTV, wie sie es fanden als ein Haufen Chaoten aus Hannover in den VIP Bereich einfielen…

Ihr habt ja einen „Fachmann“ bezüglich Videos in der Band, was wird es da zu sehen geben?

Der Jan macht ab und an Videos, aber in erster Linie ist Jens Prausnitz, der macht auch die RANSOM Videos, unser Ansprechpartner, wenn es darum geht Songs in Bilder umzuwandeln….
Wir basteln momentan an mehreren Entwürfen und ich denke doch, dass wir wieder überraschen werden…

Verfolgt ihr zur Zeit irgendwelche Ziele, die ihr mit der Band unbedingt erreichen wollt?

Mmmh….mit dem Release von „The Punch and Judy Show“ und den vielen Shows von Dänemark bis Italien haben wir schon mehr erreicht ,als das wir es uns vor 3 Jahren erträumt hätten.
Nun wird es wohl Zeit nach vorne zu schauen, aber warten wir die Platte ab und das was auf uns da zukommt…mehr wäre vermessen.

Sicher ist wieder eine große Tour geplant, oder etwa nicht?

Natürlich! Wir werden den Oktober und November viele Wochenendshows spielen und Anfang Dezember auf Tour Richtung AUT und CH gehen, danach werden wir uns an Mutters Weihnachts-Tofu-Gans fett fressen und ab Januar Deutschland komplett betouren!

Bleibt noch etwas zu sagen?

Danke für das Interview und man sieht sich in Alfeld (14. Oktober)

Vielen Dank für’s Interview.

Interview: Overdraft

Hildesheim ist ja nicht all zu weit weg, von hier, also dachte ich, machen wir doch auch über diese Localband mal ein Special und bat sie zum Interview. Dieses wurde auch gleich auf sympathische Art und Weise in kürzester Zeit beantwortet und hier ist es nun.

Die vier Jungs von OVERDRAFT mischen die Direktheit von purem Punkrock mit der Energie und Dynamik von melodischem Emo-Core, womit sie sich in ihrer Homebase – Hildesheim und Umland – bereits einen treuen Fankreis erobert haben. Ende 2002 gewannen OVERDRAFT den ersten Platz beim „Ab-in-die-Kiste“ Newcomer-Festival in Berlin und spielten seitdem Konzerte in ganz Deutschland. Einige Releases später kommt in diesen Tagen die neue EP „here`s to new beginnings“ auf den Markt. Ich hab dazu, und zu anderen Themen, den Bassisten Fabian befragt…

Der Name ‚Overdraft‘ hört sich gut an, aber die Bedeutung Kontoüberziehung ist schwer zu verstehen, was versteckt sich dahinter?

Der Name war eine Möglichkeit von vielen und wir sind mit ihm zufrieden,es steckt allerdings nichts tiefsinniges dahinter, obwohl wir den Dispo gerne und oft ausschöpfen. Schulden sind immer tückisch, gerade wenn es um Instrumentenkauf auf Raten geht wissen wir wovon wir sprechen…
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Wie ist diese Gruppierung zusammengekommen? Hattet ihr alle schon länger vor, in einer Band zu spielen?

OVERDRAFT gibt es jetzt seit etwa 5 Jahren. Die Gründung war ne ziemlich spontane Sache… Wir waren einfach 5 gute Kumpel, mit nem Herz für Punkrock und haben eigentlich gemeinsam gelernt Instrumente zu spielen und Songs zu schreiben.Dementsprechend lange hat es gedauert bis es anderen Leuten zumutbar war unsere Songs zu hören. Inzwischen sind noch Fabian, Matze und Henna von der Ur-Besetzung übriggeblieben, Jan hat irgendwann eine Gitarre übernommen, hatte vorher aber schon1-2 Bands getrommelt…

Bei vielen Bands die man so hört fragt man sich „Wie schreiben die solch gute Songs“, wie ist das bei euch?

Nach langer Experimentierphase haben wir festgestellt, das es für uns am effektivsten ist, wenn einer (meistens Jan oder Henna) eine komplette Gitarren-Songidee mit zur Probe bringt und diese als Basis dient für das, was wir anschließend gemeinsam daraus machen. Dabei kann sich der Song schon nochmal um 180 Grad drehen oder einfach irgendwann im Bandeigenen Mülleimer landen.

Welche Bands schaffen es bei euch privat in den CD Spieler? Welche Musikrichtung, und geht ihr auch dementsprechend auf Konzerte?

Fakt ist, wir sind alle MusikFANS, wenn auch nicht mit 100% gleichem Geschmack. Das reicht von Punkrock, Emo, Hardcore bis zu Singer Songwriter Sachen und Pop. Ein Querschnitt aus den Overdraft-Plattenschränken könnte dann vielleicht so aussehen:
Death by stereo, Mineral, Ben Folds, Favez, the Clash, Amanda Rogers, Strike Anywhere, Johnny Cash usw.
Für Konzertbesuche fahren wir meistens ins chez Heinz, Korn oder zu euch nach Alfeld…
Aber auch in Hildesheim tut sich was! Unbedingt vormerken:
19.09.04 Face Tomorrow im Rockclub / Hildesheim. Super Band – und OVERDRAFT darf supporten !!!

Ist bei euch schonmal ein Konzert richtig daneben gegangen, oder ist auf der Bühne schonmal was peinliches passiert (demolierte Bühne oder so)

Naja, ab und zu laufen wir uns mal gegenseitig übern Haufen oder stehen uns selber im Weg.
Einmal in Berlin mussten wir auch möglichst schnell unsrere Verstärker und Gitarren einpacken und schnell verduften, weil einige ziemlich breitschultrige und kurzhaarige uns so scheisse fanden, dass wir Angst hatten sie wollten uns vermöbeln. Aber sonst hat eigentlich immer alles einigermaßen geklappt.

Sieht man eure Eltern auch mal auf Konzerten? Was sagen sie zu eurer Musik…

Ab und an sind sie mal dabei, bei Konzerten in Hildesheim oder auf Open-Air Konzerten…
Zu der Musik sagen sie oft in den Anfangstagen wäre sie ruhiger und schöner gewesen…
Imsgesamt unterstützen sie uns allerdings allesamt. Immerhin haben wir, bevor wir den Proberaum gefunden haben jahrelang im Keller geprobt und fahren außerdem regelmäßig ihre Autos zu Klump…auch gehören sie zu den wenigen Leuten, die unsrere CDs kaufen… 😉

Was ist in Zukunft so geplant, was erwartet ihr? Große Tour? Ein „großes“ Album?

Jetzt, wo wir ne Menge Geld und Anstrengung in die neue EP gesteckt haben, lautet unser Hauptziel im Moment auf jeden Fall mehr Live zu spielen – wir wollen unterwegs sein, Leute treffen, besser werden, Spass haben und von mir aus jedes noch so kleine Dorf in ganz Deutschland auseinandernehmen. Mal sehen inwieweit uns das gelingt… wir planen demnächst mit einer befreundeten Band auf Tour zu gehen – wie gross diese Tour sein wird müssen wir mal abwarten. Erstmal bedeutet das ne Menge Organisationsarbeit.

Wie zufrieden seid ihr mit euch?

Wir sind schon zufrieden mit uns, alles andere wäre ja auch nicht gut für die Band…
Die neue EP ist super geworden und spiegelt absolut das wider, was wir im Moment drauf haben. Wir sind besser geworden und haben unserer Meinung nach inzwischen wirklich gute Songs. Wo wir uns noch etwas verbessern müssen ist der organisatorische Bereich.
Wer viele Konzerte spielen will muss auch außerhalb des Proberaums verdammt viel Zeit investieren! Momentan spielen wir im Schnitt 2-3 Konzerte im Monat

Wie lange spielt ihr schon eure Instrumente, und wie habt ihr sie erlernt, mit Lehrer oder selbst beigebracht?

Ich kann mich dunkel dran erinnern irgendwann mal Gitarren Unterricht gehabt zu haben,genützt hat das nicht sehr viel. Ein paar Grundlagen hatten wir drauf und dann haben wir ja schon gemeinsam rumprobiert. Jan, der ja später dazukam hatte schon in 1-2 Bands gespielt.

Was war euer größtes Konzert bisher, und sind auch mal Auftritte auf großen Festivals in Planung?

Uff, das Konzert mit den meisten Besuchern war wohl das in der Hildesheimer KuFa, als wir gemeinsam mit Generation Fuck die Flaming Moes verabschiedet haben. Da waren vielleicht 500 Leute. Aber wie sagt man gelegentlich so schön !?: …Auf die Größe kommt es gar nicht unbedingt an…;-) (eher auf die Technik)
Diesen Sommer haben wir bisher 4 kleinere Festivals gespielt… und es war immer super!
Trotzdem hoffen wir,das wir mit der neuen EP im Rücken auch mal bei größeren Sachen landen können.

Habt ihr schon Angebote von BookingFirmen, oder Labels?

Nein, bisher nicht! Aber das ist etwas, wovon wir schon träumen – und wir glauben auch dass das kein Traum bleiben muss. Nur ist es halt ein weiter Weg und man muss Qualität abliefern…
Wir haben allerlei Label und Booker im Auge, den wir in nächster Zeit mal richtig auf die Nerven gehen wollen! Wir sind hartnäckig…